Die Reise
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⛵ zurückgelegte Seemeilen: 4754 🌍 Besuchte Länder: 8
Leinen los – die Weltumsegelung beginnt!
Band 3 ist da: Mit Eva, Elise und Elliot ins östliche Mittelmeer.
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Segeln nach Gibraltar – unsere Abschlussprüfung im Mittelmeer
Nach einer stark rollenden Nacht vor Marbella machten wir uns mit Sonnenaufgang auf den Weg nach Gibraltar. Die letzte Etappe im Mittelmeer sollte uns noch einmal einiges abverlangen.
Wind, Wellen und Gegenstrom am Felsen
Der Wind kam stärker und aus einer anderen Richtung als vorhergesagt. Entlang der Küste baute sich eine beachtliche Welle auf. Mit einer Kombination aus Großsegel und Motor kreuzten wir nah unter Land, um kontrolliert voranzukommen.
Direkt am Felsen von Gibraltar wurden die Bedingungen noch einmal anspruchsvoller. Hohe Wellen, rund zwei Knoten Gegenstrom und ein großer Frachter zwangen uns zu weiteren Kursänderungen. Mehrmals liefen die Wellen vollständig über die Albatros und sorgten im Cockpit für eine kräftige Salzdusche.
Trotzdem meisterten wir die Passage sicher. Für uns fühlte sich dieser Tag wie die Abschlussprüfung unserer gesamten Mittelmeerreise an.
Unsere Erfahrung für Segler: Rund um Gibraltar können Wind, Welle, Strömung und Großschifffahrt gleichzeitig eine Rolle spielen. Die Kombination aus Großsegel und Motor half uns, die Albatros zu stabilisieren und trotz Gegenstrom kontrolliert voranzukommen.
La Línea – Ruhe nach der anspruchsvollen Passage
Nach den anstrengenden Stunden erreichten wir die geschützte Bucht von La Línea. Dort lagen wir so ruhig, dass wir am nächsten Morgen erstaunt waren, wie tief wir geschlafen hatten.
Mit den Fahrrädern erkundeten wir Gibraltar und umrundeten den markanten Felsen, den wir am Vortag noch unter schwierigen Bedingungen vom Wasser aus passiert hatten.
Beim ersten Test unseres neu installierten Watermakers gab es noch Probleme. Für die bevorstehende Überfahrt zu den Kanaren mussten wir unsere Wasserversorgung deshalb neu planen.
Unsere Erfahrung für Segler: Die Bucht vor La Línea bot uns unter den damaligen Bedingungen einen ruhigen Ankerplatz. Der Hafen und Gibraltar waren von dort aus gut mit Dinghy und Fahrrad erreichbar.
Unser Fazit zu Gibraltar
Gibraltar markierte für uns das Ende eines großen Kapitels. Hinter uns lagen mehrere Monate im Mittelmeer, zahlreiche Länder und unzählige Erfahrungen.
Die letzte Passage zeigte uns, wie viel wir seit Beginn unserer Reise gelernt hatten. Auch bei starkem Wind, hohen Wellen, Gegenstrom und Großschifffahrt konnten wir ruhig zusammenarbeiten und die Albatros sicher ans Ziel bringen.
Vor uns liegen nun die Straße von Gibraltar, der Atlantik und die nächste große Etappe in Richtung Kanarische Inseln.
📍 Unsere genaue Route und weitere Eindrücke findet ihr auf der interaktiven Karte.
Segeln an Spaniens Mittelmeerküste – von Alicante bis Gibraltar
Nach unserer Zeit auf den Balearen erreichten wir das spanische Festland. Unsere Route führte uns von Alicante über das Mar Menor und Águilas bis zum Cabo de Gata. In Almerimar legten wir anschließend einen längeren Arbeits- und Werftstopp ein, bevor wir über La Herradura bis nach Marbella weitersegelten.
Entlang der Küste erlebten wir ruhige Ankerbuchten, überraschend bergige Landschaften, zahlreiche Delphine und einige der schönsten Segeltage unserer bisherigen Reise. Gleichzeitig begleiteten uns wechselnde Windbedingungen, Kreuzsee, schwer erkennbare Fischerbojen und zahlreiche Arbeiten an der Albatros.
Unsere Erfahrungen mit Ankerplätzen und Häfen beziehen sich immer auf die Bedingungen während unseres Aufenthalts. Windrichtung, Dünung und Ankergrund sollten deshalb vor jedem Stopp neu bewertet werden.
Alicante – zurück auf dem spanischen Festland
Für die Überfahrt von Formentera zum spanischen Festland klingelte unser Wecker bereits um 3:30 Uhr. Noch vor Sonnenaufgang konnten wir die Segel setzen. Später kam das Oxley-Segel zum Einsatz und brachte die Albatros bei achterlichem Wind ruhig und mit guter Geschwindigkeit voran.
Mehrere Delphine begleiteten uns und schwammen eine Zeit lang in unserer Bugwelle. Kurz vor der Küste sorgte unangenehme Kreuzsee dafür, dass wir unser ursprüngliches Ziel änderten und einen besser erreichbaren Ankerplatz suchten.
Am folgenden Tag segelten wir weiter nach Alicante. Die Stadt empfing uns mit einer weitläufigen, flachen Bucht. Unser Anker hielt in etwa sechs Metern Tiefe sofort und zuverlässig. Nach einem vorherigen Ankerplatz mit sehr hartem Untergrund war das eine große Erleichterung.
Endlich konnten wir wieder gemeinsam an Land gehen. Mit den Fahrrädern erkundeten wir Alicante und fuhren entlang der Strandpromenade. Gleichzeitig merkten wir, wie angenehm es war, wieder auf dem Festland zu sein: Einkaufsmöglichkeiten und andere Angebote waren deutlich leichter erreichbar als auf vielen Inseln.
Unsere Erfahrung für Segler: Die große Bucht vor Alicante bot uns unter den damaligen Bedingungen viel Platz und guten Halt auf etwa sechs Metern Tiefe. Durch die offene Lage sollten Windrichtung und Schwell trotzdem vor dem Ankern geprüft werden. Für einen Landgang war die Stadt mit unseren Fahrrädern gut erreichbar.
La Manga und das Mar Menor – Segelprobleme und Naturschutz
Von Alicante führte uns die Reise weiter in Richtung La Manga und Mar Menor. Die große Salzwasserlagune ist landschaftlich und ökologisch besonders, hat in den vergangenen Jahren jedoch stark unter Überdüngung, Bebauung und intensivem Tourismus gelitten.
Zum Schutz des Gebiets mussten wir vorab online eine Boje reservieren. Die Buchung war komplizierter als erwartet: Wir mussten uns beide mit unseren Ausweisdaten registrieren und mehrere Zeitfenster buchen, damit wir über Nacht bleiben konnten.
Noch vor der Ankunft stellte uns allerdings unser Großsegel vor eine größere Herausforderung. Das Segel hatte sich im Mast verkeilt und ließ sich weder ein- noch ausrollen. Nach zahlreichen Versuchen blieb nur eine Lösung: Beate musste weit in den Mast hinauf, während Philipp das Segel von unten immer wieder bewegte.
Gemeinsam bekamen wir das Großsegel schließlich frei. Anschließend konnten wir auch den vorhandenen Riss an einer Naht mit Segeltape sichern. Nach rund einer Stunde Arbeit war das Segel wieder einsatzfähig.
Unsere Erfahrung für Segler: Wer eine Boje im geschützten Bereich des Mar Menor nutzen möchte, sollte sich frühzeitig über die aktuelle Reservierung informieren. Bei unserem Aufenthalt waren eine persönliche Registrierung und die Buchung fester Zeitfenster erforderlich. Da sich die Regeln ändern können, sollte die aktuelle Situation vor der Anreise erneut geprüft werden.
Águilas und Cabo de Gata – ruhiges Segeln und wilde Küsten
Auf dem Weg nach Águilas konnten wir rund 30 Seemeilen mit dem Oxley-Segel zurücklegen. Selbst bei bis zu 16 Knoten Wind lag die Albatros angenehm ruhig. Während andere Boote vor dem Wind deutlich stärker rollten, konnten wir entspannt segeln und sogar an den Illustrationen für unsere Bücher weiterarbeiten.
Die Bucht und der Strand von Águilas gefielen uns gut. Bei unseren Einkäufen fanden wir allerdings weniger von den benötigten Dingen als erwartet. Wer den Ort als Versorgungsstopp einplant, sollte deshalb vorher prüfen, welche Geschäfte aktuell vorhanden sind.
Auf dieser Etappe sah Philipp neben Delphinen sogar einen Wal. Leider blieb keine Zeit für eine sichere Bestimmung der Art.
Am nächsten Morgen brachen wir früh zum Cabo de Gata auf. Die Küste wurde zunehmend einsamer und die letzten Seemeilen vor dem Kap führten durch ein beeindruckendes Naturschutzgebiet. Felsformationen, unbebaute Küstenabschnitte und springende Fischschwärme prägten das Bild.
Hinter dem Kap veränderte sich die Landschaft plötzlich. Auf die felsige Küste folgten flache Sandstrände und ein weiter Blick. Die Strände wirkten fast menschenleer und an den vorhandenen Ankerplätzen lagen nur wenige Boote.
Unsere Erfahrung für Segler: Die Region rund um das Cabo de Gata gehört landschaftlich zu den eindrucksvollsten Abschnitten unserer Route entlang des spanischen Festlands. Die Bedingungen rund um das Kap können jedoch anspruchsvoll sein. Wind, Dünung und mögliche Kreuzsee sollten bei der Routenplanung besonders berücksichtigt werden.
Almerimar – Werftstopp und Vorbereitung auf den Atlantik
Almerimar war lange ein wichtiges Etappenziel für uns. Hier sollte das stehende Gut der Albatros ausgetauscht werden. Gleichzeitig wollten wir zahlreiche offene Arbeiten erledigen und mit den Vorbereitungen für die Atlantiküberquerung beginnen.
Bei der Ankunft tankten wir zunächst Diesel und bezogen unseren Liegeplatz. Viele Geschäfte, Restaurants und Dienstleister lagen direkt rund um den Hafen. Dadurch konnten wir Ersatzteile und Materialien vergleichsweise unkompliziert besorgen.
Noch am ersten Abend bauten wir in einer kurzen Windpause die Segel ab. Dabei entdeckten wir weitere Stellen an Großsegel und Genua, die Aufmerksamkeit benötigten. In den folgenden Tagen arbeiteten wir am Watermaker, reparierten das Dinghy und den beschädigten Handlauf, verschlossen Löcher im Teak und verbesserten verschiedene Systeme an Bord.
Anschließend wechselten wir zur Werft und der Austausch des stehenden Guts begann. Bei den Arbeiten stellte sich heraus, dass eine Box mit Anschlüssen unserer Rollanlage undicht war und bereits Wasser enthielt. Wir hatten Glück, dass die Rollanlage bis dahin nicht ausgefallen war.
Nach einigen Verzögerungen konnte das neue stehende Gut fertiggestellt werden. Gleichzeitig schlossen wir den Watermaker und einen zusätzlichen Trinkwassertank an, kauften lang haltbare Lebensmittel und organisierten die Vorräte für die kommenden Etappen.
Auch für Blauwassergeschichten war Almerimar ein wichtiger Ort. Band 3 unserer Kinderbuchreihe wurde fertig illustriert und der Probedruck bestellt. Außerdem starteten wir mit einer Pilotklasse unser Bildungsprojekt „Klasse an Bord“.
Unsere Erfahrung für Segler: Almerimar war für uns ein sehr praktischer Hafen für Reparaturen, Werftarbeiten und größere Einkäufe. Viele Geschäfte und Dienstleistungen lagen nah beieinander. Unser regulärer Liegeplatz war trotz der Nähe zu Restaurants und Straße angenehm ruhig. Wer umfangreiche Arbeiten plant, sollte für fehlende Teile und mögliche Verzögerungen trotzdem ausreichend Zeit einplanen.
Von Almerimar über La Herradura bis Marbella
Nach Abschluss der wichtigsten Arbeiten verließen wir Almerimar und segelten weiter nach La Herradura. Rund 35 Seemeilen konnten wir mit dem Oxley-Segel zurücklegen. Mehrfach begleiteten uns Delphine.
Besonders beeindruckte uns die Landschaft entlang der Küste. Hohe Berge erhoben sich direkt hinter dem Meer. Gleichzeitig waren an vielen Hängen und in den Ebenen große Gewächshausflächen zu sehen, in denen ein bedeutender Teil des europäischen Gemüses angebaut wird.
Unterwegs beobachteten wir zahlreiche Thunfischschwärme. Teilweise schien das Wasser regelrecht zu brodeln. Später sahen wir große Delphine bei der Jagd auf die kräftigen Thunfische.
Nach einer unruhigen Nacht führte uns die nächste Etappe nach Marbella. Die Bucht bot zwar ausreichend Platz zum Ankern, war bei unserem Aufenthalt aber nicht frei von Schwell. Dieser lief direkt in die Bucht und machte die Nacht weniger erholsam.
Auf den letzten Seemeilen mussten wir außerdem besonders auf Fischerbojen achten. Durch die Wellen waren sie teilweise erst spät zu erkennen. Eine Boje streifte sogar unseren Rumpf, bevor wir bemerkten, was das ungewöhnliche Geräusch verursacht hatte.
Unsere Erfahrung für Segler: Die Buchten entlang dieser Küste können landschaftlich reizvoll sein, waren für uns aber nicht immer ruhig. Vor La Herradura und Marbella sollte neben der Windrichtung besonders auf die einlaufende Dünung geachtet werden. Zusätzlich erfordern die teilweise schwer sichtbaren Fischerbojen einen aufmerksamen Ausguck.
Unser Fazit zum spanischen Festland
Die spanische Mittelmeerküste war für uns weit mehr als eine schnelle Verbindung zwischen den Balearen und Gibraltar. Alicante bot uns einen unkomplizierten Ankerplatz und einen angenehmen Einstieg auf dem Festland. Das Mar Menor zeigte uns, wie eng Segeln, Tourismus und Naturschutz miteinander verbunden sind. Rund um Águilas und das Cabo de Gata erlebten wir einsame Küsten, schöne Segelbedingungen und beeindruckende Landschaften.
Almerimar wurde anschließend zu einem wichtigen Arbeits- und Vorbereitungsort. Hier tauschten wir das stehende Gut, erledigten zahlreiche Reparaturen und bereiteten die Albatros auf die kommenden Etappen vor. Gleichzeitig wurden Band 3 unserer Kinderbuchreihe und die ersten Inhalte für unser Bildungsprojekt „Klasse an Bord“ fertig.
Auf dem Weg entlang der südspanischen Küste begleiteten uns immer wieder Delphine und große Thunfischschwärme. Gleichzeitig überraschten uns die hohen Berge direkt hinter der Küste und die großen Gewächshausflächen, die weite Teile der Landschaft prägen.
Für andere Segler bietet die spanische Mittelmeerküste eine abwechslungsreiche Mischung aus großen Städten, gut ausgestatteten Häfen, weiten Buchten und nahezu unberührten Küstenabschnitten. Nicht jeder landschaftlich schöne Ankerplatz war für uns jedoch auch eine ruhige Wahl.
Besonders vor La Herradura und Marbella sorgte einlaufender Schwell für unruhige Nächte. Zusätzlich verlangten die teilweise schwer sichtbaren Fischerbojen entlang der Küste einen besonders aufmerksamen Ausguck.
Unsere wichtigste Erfahrung: Neben der Windrichtung sollten auch Dünung, Ankergrund, Fischerbojen und mögliche Ausweichziele berücksichtigt werden. Rund um Kaps und vor offenen Buchten können sich die Bedingungen deutlich anders entwickeln als erwartet.
Mit Marbella erreichten wir unseren letzten Ankerplatz vor Gibraltar. Hinter uns lag eine abwechslungsreiche Reise entlang der spanischen Mittelmeerküste. Vor uns wartete eine Passage, die uns noch einmal alles abverlangen sollte.
📍 Unsere genaue Route, die besuchten Orte und weitere Eindrücke findet ihr auf der interaktiven Karte.
Segeln und Ankern auf den Balearen – unsere Erfahrungen auf Menorca, Mallorca und Formentera
Die Überfahrt nach Menorca – plötzlich ohne Motor
Porto Addaia – sicherer Hafen und unerwartete Hilfe
Menorca – Mahón, Sant Tomàs und geschützte Naturhäfen
Nach der erfolgreichen Reparatur verließen wir Porto Addaia und segelten weiter in den Südwesten Menorcas. Die neue Genua bewährte sich sofort und ermöglichte uns, deutlich höher am Wind zu segeln.
Ein besonderes Erlebnis war die Fahrt durch den großen Naturhafen von Mahón. Bereits die Einfahrt beeindruckte uns mit steilen Küsten, historischen Befestigungsanlagen und dem vorgelagerten Lazarett. Der weit in die Insel hineinreichende Hafen zeigte uns eine ganz andere Seite Menorcas.
Leider blieb uns nicht genügend Zeit, Mahón und weitere Teile der Insel ausführlich zu erkunden. Das nächste Wetterfenster und ein angekündigter Mistral beziehungsweise Tramontana bestimmten unseren Zeitplan.
Vor der Überfahrt nach Mallorca ankerten wir bei Sant Tomàs im Süden Menorcas. In unserer Nacht lagen nur wenige Boote in der Bucht. Die anfängliche Welle beruhigte sich und wir erlebten einen beeindruckenden Sonnenuntergang.
Unsere Erfahrung für Segler: Sant Tomàs war für uns ein angenehmer Ausgangspunkt für die Weiterfahrt nach Mallorca. Unter den damaligen Bedingungen verbrachten wir dort eine ruhige Nacht. Wie geschützt die Bucht bei einer anderen Windrichtung oder stärkerer Dünung ist, sollte jedoch vor dem Ankern neu bewertet werden.
Menorca hinterließ bei uns vor allem den Wunsch, noch einmal mit deutlich mehr Zeit zurückzukehren. Die Insel bietet nicht nur schöne Buchten, sondern mit Porto Addaia und Mahón auch interessante natürliche Häfen.
Mallorca – Segelwind, Felsen und eine einsame Bucht
Die Überfahrt von Menorca nach Mallorca wurde zu einem der schönsten Segeltage dieser Etappe. Fast den gesamten Tag konnten wir unter Segeln fahren. Unterwegs beobachteten wir Delphine und Thunfische.
Auf Mallorca fanden wir mit der Cova des Moro eine landschaftlich außergewöhnliche Bucht. Wir lagen dort allein vor Anker und waren von hohen Felsen, Höhlen, Kormoranen und kleinen Ziegen umgeben.
Die Dünung rollte in die unterspülten Felsen und erzeugte ein tiefes Grollen. Gleichzeitig konnten wir die Ruhe und die besondere Naturkulisse genießen. Wegen der weiteren Wetterentwicklung mussten wir die Bucht bereits am folgenden Morgen verlassen.
Unsere Erfahrung für Segler: Die Cova des Moro war für uns ein besonderes Naturerlebnis und unter den damaligen Bedingungen ein schöner Platz für eine Nacht. Da wir dort keinen Mobilfunkempfang hatten, mussten wir die Wetterentwicklung bereits vor der Ankunft prüfen. Wer in einer abgelegenen Bucht ankert, sollte deshalb nicht nur den aktuellen Wind, sondern auch die Vorhersage und mögliche Ausweichplätze im Blick behalten.
Auf dem Weg in Richtung Formentera entdeckten wir ein Schlauchboot mit mehreren Menschen. Als die Personen winkten und mit Schüssen beziehungsweise Signalzeichen auf sich aufmerksam machten, hielten wir aus Sicherheitsgründen Abstand und meldeten die Situation über Kanal 16 an Radio Mallorca. Anschließend wurde die weitere Rettungskette eingeleitet.
In der Nacht hörten wir über Funk weitere Mayday- und Mayday-Relay-Meldungen. Später erfuhren wir, dass weitere Menschen aufgegriffen und gerettet worden waren. Diese Begegnung beschäftigte uns noch lange.
Formentera – Gewitter, Delphine und geschützte Natur
Müde, aber sicher erreichten wir Formentera. In unserer Bucht fanden wir einen geeigneten Ankerplatz auf Sand. In Richtung Strand nahm das Posidonia-Seegras deutlich zu. Deshalb achteten wir darauf, den Anker auf einer freien Sandfläche zu setzen und die geschützten Seegraswiesen nicht zu beschädigen.
Am ersten Abend bekamen wir besonderen Besuch: Delphine schwammen direkt vor Anker um die Albatros. Einer tauchte sogar unter dem Boot hindurch und sein Piepsen war deutlich zu hören.
Die folgenden Tage wurden von Gewittern, starken Winddrehern und offiziellen Unwetterwarnungen geprägt. Ein anderes Boot kam uns in der Nacht gefährlich nahe, sodass wir den Motor startbereit hielten. Am nächsten Tag verlegten wir die Albatros vorsorglich an einen freieren Platz in der Bucht.
Unser Anker hielt auch bei kräftigem Wind zuverlässig. Die Lage auf der Leeseite erwies sich während des unbeständigen Wetters als gute Entscheidung. Auf der gegenüberliegenden Seite standen zur gleichen Zeit deutlich stärkere Wellen auf den Strand.
Weniger angenehm war der wiederkehrende Schwell von Fähren und Motorbooten. Sobald der Verkehr am Abend nachließ, lagen wir deutlich ruhiger.
Zwischen den Gewittern erkundeten wir das Naturschutzgebiet an Land. Salzseen, geschützte Dünen und unterschiedliche Küstenlandschaften zeigten uns die ruhigere Seite Formenteras. Nach dem Ende der Unwetter füllte sich die Bucht zwar wieder mit Ausflugs- und Partybooten, doch die beginnende Nachsaison war bereits deutlich zu spüren.
Unsere Erfahrung für Segler: Auf Formentera waren ein sauberer Sandfleck, ausreichend Abstand zu anderen Booten und die geschützte Seite der Insel besonders wichtig. Durch die starken Winddreher veränderten sich die Positionen der Boote immer wieder. Zusätzlich sollte man den möglichen Schwell von Fähren und Motorbooten berücksichtigen.
Unser Fazit zu den Balearen
Die Balearen wurden für uns zu einer Etappe voller Gegensätze. Menorca empfing uns nach einer schwierigen Überfahrt mit einem sicheren Hafen, großer Hilfsbereitschaft und wunderschöner Natur. Mallorca schenkte uns einen traumhaften Segeltag und eine besondere Nacht vor seinen felsigen Höhlen. Formentera verband kristallklares Wasser und geschützte Landschaften mit Gewittern, Fährenschwell und unruhigen Nächten.
Viele Entscheidungen wurden weniger von unseren Wunschzielen als vom Wetter bestimmt. Dadurch blieb uns für die einzelnen Inseln weniger Zeit, als wir gerne gehabt hätten. Besonders Menorca und Mallorca würden wir noch einmal langsamer und ausführlicher erkunden.
Für andere Segler bieten die Balearen eine große Auswahl unterschiedlicher Ankerplätze – von geschützten Naturhäfen bis zu einsamen Buchten unter steilen Felswänden. Gleichzeitig haben wir erlebt, wie schnell sich ein schöner Platz durch eine andere Windrichtung, Dünung, Fährverkehr oder ein Gewitter verändern kann.
Porto Addaia bot uns den besten Schutz und gute Möglichkeiten für die notwendigen Reparaturen. Sant Tomàs war ein angenehmer Ausgangspunkt für die Überfahrt nach Mallorca. Die Cova des Moro überzeugte durch ihre außergewöhnliche Naturkulisse, während unser Ankerplatz auf Formentera auch bei unbeständigem Wetter guten Halt bot.
Unsere wichtigste Erfahrung: Einen Ankerplatz nicht allein nach dem schönsten Bild oder der besten Bewertung auswählen. Windrichtung, Schwell, Ankergrund, Ausweichmöglichkeiten und ausreichend Abstand zu anderen Booten waren für uns mindestens ebenso wichtig.
Trotz aller Herausforderungen bleiben vor allem die besonderen Begegnungen in Erinnerung: die Delphine während der Überfahrt, die erfahrenen Segler in Porto Addaia, die eindrucksvolle Einfahrt nach Mahón und die Delphine direkt vor Anker auf Formentera.
Die Balearen zeigten uns erneut, dass eine Reise auf See selten genau nach Plan verläuft. Manchmal wird aus einer schwierigen Überfahrt ein sicherer Hafen – und aus einem ungeplanten Aufenthalt einer der wertvollsten Stopps der gesamten Reise.
Unsere genaue Route, die besuchten Orte und weitere Eindrücke findet ihr auf der interaktiven Karte.
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Korsika – kurze Etappen zwischen wilden Küsten und ruhigen Buchten
Korsika lernten wir bisher vor allem als Verbindung zwischen Sardinien und der Toskana kennen. Unsere Aufenthalte waren jeweils kurz, hinterließen aber einen starken Eindruck. Die Insel empfing uns mit felsigen Küsten, klarem Wasser und geschützten Buchten – aber auch mit viel Bootsverkehr entlang der Ostküste.
Entlang der korsischen Ostküste
Bonifacio und der Süden Korsikas
Unser Fazit zu Korsika
Segeln in Italien – unsere Erfahrungen von Kalabrien bis Sardinien
Sardinien – kristallklares Wasser und abwechslungsreiche Küsten
Vom Süden entlang der Ostküste
Tavolara und der Nordosten Sardiniens
La Maddalena – Naturparadies in der Hochsaison
La Pelosa und die Straße von Fornelli
Im Nordwesten Sardiniens erreichten wir mit La Pelosa noch einmal einen der schönsten Ankerplätze dieser Etappe. Wir lagen in kristallklarem, nur wenige Meter tiefem Wasser und waren gut vor dem Westwind geschützt. Beim Abtauchen zum Anker entdeckten wir Flundern und sogar eine kleine Schildkröte im Sand.
Ein besonderes Erlebnis war die Fahrt durch die Straße von Fornelli. Die flache Passage zwischen der Isola Piana und der Isola Asinara erforderte unsere volle Aufmerksamkeit, war navigatorisch aber gerade deshalb besonders spannend. Statt außen um die Inseln herumzufahren, konnten wir die schmale Durchfahrt nutzen und dabei rund 25 Seemeilen sparen.
La Pelosa war für uns ein traumhafter letzter Stopp auf Sardinien. Das klare Wasser, die geschützte Lage und die besondere Passage durch die Inselwelt machten den Nordwesten zu einem würdigen Abschluss unserer Zeit auf der Insel, bevor wir Kurs auf Menorca nahmen.
Kleiner Spoiler: Zum Glück hatten wir uns durch die Straße von Fornelli rund 25 Seemeilen gespart. Während der anschließenden Überfahrt nach Menorca gerieten wir noch stärker in Bedrängnis als erwartet – und jede zusätzliche Seemeile hätte die Situation weiter verschärft.
Unser Fazit zu Sardinien
Segeln in der Toskana – Elba, Capraia und ein Abstecher nach Pisa
Von Korsika führte uns die Reise über Elba und Capraia an die toskanische Küste. Die Region verband für uns Inselnatur und Segelalltag mit einem seltenen Aufenthalt im Hafen. Nach rund 60 Tagen vor Anker oder an Bojen machten wir in Porto di Pisa erstmals wieder für mehrere Tage an einem Steg fest.
Elba und Capraia – schöne Inseln, anspruchsvolle Bedingungen
Porto di Pisa – Versorgung und ein Besuch des Schiefen Turms
Unser Fazit zur Toskana und den Inseln
Segeln in Italien – unsere Erfahrungen zwischen Kalabrien und Sizilien
Italien begann für uns deutlich anspruchsvoller als erwartet. Von Griechenland führte uns die Reise zunächst an die Küste Kalabriens, anschließend durch die Straße von Messina zu den Liparischen Inseln und weiter entlang Siziliens.
Diese Etappe schenkte uns einige der eindrucksvollsten Momente unserer bisherigen Weltumsegelung. Gleichzeitig stellte sie uns mit starkem Wind, Strömungen, großer Hitze und einer beschädigten Genua immer wieder vor neue Herausforderungen.
Kalabrien – ein anstrengender Start in Italien
Die Straße von Messina – wenn das Timing entscheidet
Die Liparischen Inseln – Vulkanlandschaften und Hochsaison
Stromboli bei Nacht – ein unvergesslicher Moment
Sizilien – eindrucksvoll, heiß und herausfordernd
Unser Fazit zu Kalabrien, den Liparischen Inseln und Sizilien
Unser Gesamtfazit zu Italien
Was die Seeepferdchen in Italien lernten
Für die Seeepferdchen wurde Italien zu einer Reise voller Gegensätze. Sie entdeckten wunderschöne Inseln, aktive Vulkane und ein Meer, das in den unterschiedlichsten Blautönen leuchtete. Gleichzeitig erlebten sie Hitze, volle Buchten, unruhige Nächte und technische Probleme, die ihre Pläne immer wieder durcheinanderbrachten.
Besonders Stromboli zeigte ihnen, wie gewaltig und faszinierend die Natur sein kann. Das Grollen des Vulkans, die glühende Lava in der Dunkelheit und die Delphine neben der Albatros machten deutlich, dass manche Erlebnisse größer sind als alles, was man vorher planen oder sich vorstellen kann.
Die Seeepferdchen lernten aber auch, dass ein schöner Ort nicht automatisch ein einfacher Ort ist. Eine traumhafte Bucht kann durch Schwell ungemütlich werden, ein leichter Wind plötzlich drehen und ein kleiner Schaden am Segel die gesamte Reiseplanung verändern. Deshalb braucht es auf See nicht nur Mut, sondern auch Geduld, Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, einen Plan jederzeit anzupassen.
Auch die Verständigung wurde Teil ihres Abenteuers. Wenn gemeinsame Worte fehlten, halfen Gesten, ein freundliches Lächeln und der Versuch, einander trotzdem zu verstehen. Dabei erkannten sie, dass Kommunikation nicht immer perfekt sein muss, um gemeinsam eine Lösung zu finden.
Am Ende nahmen die Seeepferdchen eine wichtige Erkenntnis aus Italien mit:
Die schönsten Abenteuer entstehen nicht nur dort, wo alles leicht ist. Manchmal sind es gerade die schwierigen Etappen, die uns stärker machen und die unvergesslichsten Geschichten hervorbringen.
Italien forderte die Seeepferdchen heraus, belohnte sie aber zugleich mit einigen der beeindruckendsten Erlebnisse ihrer bisherigen Reise.
Segeln in Griechenland – unsere Erfahrungen zwischen Ionischem Meer und Peloponnes
Segeln im Ionischen Meer – unsere Erfahrungen auf den Ionischen Inseln
Nordkorfu – unser erster Stopp in Griechenland
Parga – bunte Häuser unterhalb der Burg
Preveza – mehr als ein Versorgungsstopp
Ithaka – unsere Lieblingsinsel im Ionischen Meer
Kefalonia – Schildkröten und Fahrradtouren rund um Argostoli
Zakynthos – Schildkröten und klares Wasser in der Lagana Bay
Keri Lighthouse – spektakulärer Blick über Zakynthos
Vasiliki – Wassersport und besondere Begegnungen
Unser Fazit zum Ionischen Meer
Leinen los – die Weltumsegelung beginnt!
Band 3 ist da: Mit Eva, Elise und Elliot ins östliche Mittelmeer.
Segeln durch den Saronischen Golf und den Golf von Korinth
Poros – ruhiger Einstieg in den Saronischen Golf
Salamina – mit dem Fahrrad nach Athen
Durch den Kanal von Korinth
Delphine im Golf von Korinth
Galaxidi – ungeplant zum Lieblingsort
Nafpaktos – venezianischer Hafen und entspannte Atmosphäre
Unter der Rio-Antirrio-Brücke hindurch
Unser Fazit zum Saronischen Golf und Golf von Korinth
Segeln rund um den Peloponnes – sechs Wochen zwischen Olympia und Nafplio
Katakolon und das antike Olympia
Pylos und die Bucht von Voidokilia
Methoni – Geschichte direkt am Meer
Koroni – ein Ort zum Bleiben
Kalamata – praktischer Stopp für Segler
Elafonisos – kristallklares Wasser und lange Badetage
Monemvasia – eine Stadt wie aus einer anderen Zeit
Nafplio – unser Favorit an Land
Porto Heli – sicherer Ankerplatz bei unbeständigem Wetter
Unser Fazit zum Peloponnes
Unser Fazit zu Griechenland
Was die Seeepferdchen in Griechenland lernten
Nicht jeder Umweg führt vom Ziel weg. Manchmal bringt er uns genau zu den Erlebnissen, die wir nie vergessen werden.
Leinen los – die Weltumsegelung beginnt!
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Segeln in Albanien – unsere größte positive Überraschung
Durrës – ungeplant mehr Zeit zum Entdecken
Eine Begegnung, die wir nicht vergessen werden
Das Bovilla Reservoir – Albaniens überraschende Bergwelt
Unser Fazit zu Albanien
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Segeln in Montenegro – Fjordlandschaften, Geschichte und überraschende Begegnungen
Die Bucht von Kotor – zwischen Meer und Bergen
Kotor und die Festung St. John
Porto Montenegro – eine andere Welt
Bar – viel mehr als ein Einklarierungshafen
Unser Fazit zu Montenegro
Segeln in Kroatien – der Beginn unserer Weltumsegelung
Rogoznica – unser erstes Zuhause an Bord
Abfahrt und erste Segelerfahrungen
Dubrovnik – unser letzter Stopp in Kroatien
Bevor wir Kroatien in Richtung Montenegro verließen, legten wir einen letzten Halt in Dubrovnik ein. Die historische Altstadt, der weite Blick über die Küste und eine Radtour oberhalb der Stadt machten den Abschied besonders. Dubrovnik war für uns der perfekte Abschluss unserer ersten Etappe.
Unser Fazit zu Kroatien
Kroatien war für uns nicht einfach nur das erste Land auf unserer Route. Hier begann unser neues Leben an Bord, unsere Weltumsegelung und ein ganz neues Kapitel von Blauwassergeschichten. Wir kamen als Hausbesitzer und verließen das Land als Vollzeitsegler.
Besonders in der Vorsaison haben wir Kroatien als ideales Segelrevier erlebt. Die Buchten waren noch angenehm ruhig, die Natur zeigte sich von ihrer schönsten Seite und viele Orte ließen sich ohne den großen Trubel der Sommermonate entdecken. Wer Ruhe, ursprüngliche Landschaften und entspannte Tage auf dem Wasser sucht, findet in dieser Zeit besonders gute Bedingungen – auch wenn die Bora immer wieder Geduld und flexible Pläne verlangt.
In Erinnerung bleiben uns nicht nur die Inseln, Buchten und historischen Städte, sondern vor allem die Menschen, denen wir begegnet sind. Ihre Offenheit, Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft erleichterten uns den Start in unser neues Leben.
Für die Seeepferdchen entstanden hier die ersten Ideen für neue Abenteuer. Für uns wurde Kroatien zu dem Ort, an dem aus einem lange vorbereiteten Traum Wirklichkeit wurde. Deshalb wird dieses Land immer einen besonderen Platz in unseren Erinnerungen haben. Die Leinen waren gelöst – und die eigentliche Reise hatte gerade erst begonnen.
Leinen los – die Weltumsegelung beginnt!
Band 3 ist da: Mit Eva, Elise und Elliot ins östliche Mittelmeer.
